Helena Waldmann: Gute Pässe Schlechte Pässe. Eine Grenzerfahrung

(Berlin/Deutschland)

Wir Deutschen wollen Grenzen überwinden und Neues lernen. Dabei ist unser deutscher Pass so viel wertvoller als alle anderen – aber grenzen wir nicht schon dadurch Menschen aus, dass wir unsere eigene Identität in einem Dokument definieren? Bedeutet ein Pass nicht automatisch eine geschlossene Gesellschaft – also Nationalismus? Geben wir so unsere Freiheit für Sicherheit auf? In ihrem brandneuen Stück, das im März Premiere hatte, untersucht Helena Waldmann die Mechanismen des Abgrenzens, indem sie Artisten des Nouveau Cirque gegen den zeitgenössischen Tanz antreten lässt. Die Demarkationslinie zwischen Unterhaltung und Kunst bildet eine höchst lebendige Mauer aus Stuttgarter Bürgern. Die Tanzregisseurin konfrontiert das Eigene und das Fremde, betrachtet „uns“ und „die Anderen“ erneut mit der globalen Sichtweise, mit der sie schon in „Letters from Tentland“ oder „Made in Bangladesh“ unser eurozentrisches Weltbild in Frage stellte.

„Die Arbeit Helena Waldmanns ist ein Glücksfall fürs Theater.“ – Stuttgarter Nachrichten

„Keine der einprägsamen Szenen bewegt sich auf eingleisiger Bahn. Die Parallelsetzung von Weltgeschehen und Theaterleben hat eine frappierende Wirkung, weil sie eine Ahnung davon gibt, wie umfassend Gleichberechtigung gedacht werden muss.“ – Stuttgarter Nachrichten
 
„Die hässliche Fratze des Nationalismus zeigt sich an diesem Abend immer erst auf den zweiten Blick, Heiterkeit schwenkt unerwartet in Dramatik um.“ – Die deutsche Bühne
 
„Ihre Inszenierungen sind politisch und poetisch, zärtlich und brutal, analytisch und doch von unaufdringlicher Schärfe. Verlässlich treffen sie den gesellschaftlichen Nerv, packen den Zuschauer bei allen Sinnen und fordern ihn mit wahnwitzigen Bildfindungen heraus.“ – Süddeutsche Zeitung

„Helena Waldmanns Methode ist Aufklärung der Aufklärung, also radikale Infragestellung, auch unserer selbst.“ – ballettanz

Tanzregie, Bühne und Konzept: Helena Waldmann

Lieber auf statt vor der Bühne dabei sein? Dann werde Freiwillige/r werden bei Helena Waldmann und sei Teil der Inszenierung! Weitere Infos gibt es hier.

Termine und Preise

VVK: Kat. 1: 39,- / erm.: 31,- / U-18J.: 31,-
Kat. 2: 29,- / erm.: 23,- / U-18J.: 15,-
Kat. 3: 19,- / erm.: 15,- / U-18J.: 15,-
incl. Geb.

Credits

Tanzregie, Bühne und Konzept: Helena Waldmann
Mit: Sara Enrich Bertran, Chris Jäger, Antonia Modersohn, Tjorm Palmer, Lysandre Coutu-Sauvé, Declan Whitaker, Carlos Zaspel und 20 Mauerbauern
Dramaturgie und musikalische Konzeption: Tobias Staab
Musik: Mika Vainio, Arne Deforce, Jean-Philippe Rameau, Richard Wagner
Kostüm: Judith Adam
Licht: Herbert Cybulska
Probenleitung: Johanna Hwang
Technische Leitung: Carsten Wank
Lichttechnik: Carsten Wank, Jörg Bittner
Tontechnik: Stephan Wöhrmann, Matthias Hirzel
Premiere: 4.3.17, Ludwigshafen
Dauer: 60 Minuten ohne Pause
Foto: Andreas J. Etter

Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions

In Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (D), Hessisches Staatsballett  im Rahmen von Tanzplattform Rhein-Main, ein Projekt des Hessischen Staatsballetts im Staatstheater Darmstadt und Hessisches Staatstheater Wiesbaden und Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt (D), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (L), COLOURS International Dance Festival Stuttgart (D), Kaserne Basel (CH), Kurtheater Baden (CH), FFT Düsseldorf in Kooperation mit tanzhaus nrw (D), Tafelhalle Nürnberg (D)
Gefördert durch den Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.




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